Presse
 

Wiesbadener Kurier, 14.09.2015

St. Ursula-Schule in Geisenheim bietet Bands eine Bühne 

Mit Didgeridoo und Dudelsack sorgt „Zwiebelgeschmack“ bei „Uschi rockt“ für einen ganz eigenen Sound.<br />
Foto: RMB/Heinz Margielsky

Mit Didgeridoo und Dudelsack sorgt „Zwiebelgeschmack“ bei „Uschi rockt“ für einen ganz eigenen Sound.
Foto: RMB/Heinz Margielsky

 
Von Thorsten Stötzer GEISENHEIM - „Monosphere spielt jetzt, Zwiebelgeschmack stand im Stau“, berichtet Volker Bender kurz. Eingeweihteerkennen in den Worten des Lehrers Bandnamen, die zum siebten Festival „Uschi rockt!“ gehören. Organisatorisch gerät noch alles ins Lot. Auf Metalcore folgt auf dem Pausenhof der St. Ursula-Schule Musik mit mittelalterlichem Einschlag. Außer Humor haben „Zwiebelgeschmack“ Trommel, Gitarre, Didgeridoo und einen Dudelsack mitgebracht. Die vier in ihrer archaischen Kleidung stehen in auffälligem Kontrast zur Lichtorgel hinter ihnen.

„Uschi rockt!“ hat dank ihnen eine neue Facette gewonnen. Insgesamt erleben die Besucher auf dem Gelände des Gymnasiums sechs Bands für 2,50 Euro Eintritt. Alle Formationen sind neu beim Schul-Festival, doch Flo Römer tritt bereits zum vierten Mal dort auf, diesmal mit der Metal-Gruppe „The Heavy Thunders“. An seiner Seite hat er Thomas Franßen, der auch bei den Punkrockern von „Man-E-Faces“ mitwirkt und ganz besondere Erinnerungen mitbringt: „1999 habe ich hier mein Abitur gemacht.“ Der Innenhof, so erzählt er, erscheine ihm manchmal in Albträumen.

Heute steht dort die Bühne, wofür die Musiker dankbar sind. „Es gibt wenige Plattformen im Rheingau für Schüler- und Rockbands“, sagt Franßen. Die anderen sehen das ähnlich. Generell sei es schwierig, an Probenräume und Auftrittsgelegenheiten zu gelangen, die Szene sei früher vitaler gewesen. „Uschi rockt!“ sei jedoch „cool geplant“, findet Alex Loeb von „Another Timelapse“ aus Nieder-Olm.

Auf der Bühne wechseln die Gruppen im Stundentakt. Vor der Bühne tauscht sich das Publikum im Laufe des Abends gleichfalls aus, es herrscht ein Kommen und Gehen von recht jungen und reiferen Zuhörern. „Man spielt hier im Endeffekt zuhause“ vor Freunden und Verwandten, meint Franßen. Der Sound und das Equipment seien „schon sehr gut“. Bei wenigen Zuhörern schalle es im Hof aber von den Mauern zurück.

„The Heavy Thunders“ bringen drei Gitarren mit und verstehen sich als „klassische Metalband“ mit eigenen Liedern. „Zwei Uschis“ mischen heute mit, das ruft Reminiszenzen hervor an die Rock-AG in Schultagen und den ersten Schritt in die Öffentlichkeit auf dem ehemaligen Basketballplatz. „Rock Lyrics“ hieß die Veranstaltung, man las deutsche Gedichte zu musikalischer Begleitung.

„Rockmusik mit Einflüssen“ präsentieren in der Gegenwart „pushseven12“ aus Mainz. „Schlagzeuger Michael Gerlach sowie Sänger und Gitarrist Roman Scherer loben Bühne und Technik. Wegen der Baustelle auf dem Schul-Areal rutschte „Uschi rockt!“ übrigens auf einen Termin im neuen Schuljahr, erklärt Volker Bender. Das helle Septemberwetter spielt aber mit an diesem Tag mit Zwiebelgeschmack.

 

Wiesbadener Kurier
/ Lokales / Rheingau / Geisenheim Geisenheim 14.07.2014

Geisenheimer Schülerfestival „Uschi rockt“ begeistert zum 6. Mal

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Gehört zum festen Programm beim Festival „Uschi rockt“: die Lehrerband „Good ol‘ boys". Foto: RMB/Heinz Margielsky

Von Christina Schultz

GEISENHEIM - „We will rock you“, tönt es von der Bühne im Innenhof der St. Ursula-Schule. Den Auftakt zu „Uschi rockt“ machen die „Uschi Musicfighters“, junge Musiker der schuleigenen Bläserklasse. Im hellblauen T-Shirt eröffnen sie auf der Open-Air-Bühne, ganz nach dem Vorbild der Feuerwehrkapelle „Wacken Firefighters“, der Auftaktband des legendären Schleswig-Holsteinischen Heavy-Metal-Festivals, die sechste Auflage des Sommer-Specials „Uschi rockt“.

Von Schülern für Schüler

Was 2008 als Klassenprojekt des damals zehnten Jahrganges begann, hat sich inzwischen zu einem ausgewachsenen Rockkonzert entwickelt, das von Schülern für Schüler organisiert wird. Dass das Festival gut ankommt, und das nicht nur bei der jungen Generation, zeigen die konstanten Publikumszahlen. Alljährlich zieht es über 300 Fans des Open-Air-Spektakels zu „Uschi“, und das bei jeglicher Witterung.

Zu einem Erfolgsprojekt ist das Konzert auch innerhalb der Schulgemeinde geworden. Das zeigt das große Engagement des 20-köpfigen Orga-Teams, das sich aus Schülern aller Jahrgangsstufen zusammensetzt. Maßgeblich unterstützt und begleitet wird es seit Beginn von den Lehrern Volker Bender, Oliver Wolf und Iris Dries. In kleinen Projektgruppen sind die Schüler für Gastronomie und Aufbau, Technik, Sicherheit und Werbung zuständig. Damit die Veranstaltung auch finanziell gestemmt werden kann, ist die Sponsorensuche ein wichtiger Punkt bei der Organisation, denn Technik und Werbung kosten einiges.

Das A und O für ein super Festival aber ist die Auswahl der Bands, die mit ihrer handgemachten Musik unterschiedlichster Richtungen ein Festival der manchmal leisen, aber auch rockig lauten Töne präsentieren. So geht Singer- und Songwriter Mabloni mit seinen Balladen an den Start, um später als Mitglied der Gribaldis, einem sechsköpfigen Klangkollektiv aus dem Rheingau, die Bühne zu rocken. Mit von der Partie sind „Dreimillionen“, „Part of Progress“, „Dying Existence“ und „Feed Your Range“ – Bands aus dem Rheingau oder dem nahen Umland.

Pädagogisches Ziel

Die Förderung der lokalen Musikszene steht bei „Uschi rockt“ im Vordergrund. Eigenverantwortlich handeln und positiv zur Umsetzung der Veranstaltung beitragen, so das pädagogische Ziel des Musikprojektes. Seit einem Jahr gibt es an der Schule den Verein zur Förderung musikalischer Nachwuchskünstler. Der Vorstand besteht aus der Lehrerband, den „Good ol‘ boys“, die – sehr zur Freude des Publikums – zum festen Musikprogramm des Festivals gehören. Auch ein neuer Bistroverein ergänzt die Festplanung. Carmen Schmitt, sonst für die Mensa zuständig, hat sich Unterstützung durch Eltern und Schüler geholt, um den Konzertabend mit Pizzaschnitten und Hot Dogs kulinarisch zu unterstützen. Hannah, Anna-Maria Zoe und Linda machen Dienst an der Kasse und knipsen die Eintrittsbändchen um das Handgelenk der Gäste. Seit drei Jahren gehören sie zu der kleinen Schülerfirma und sind mit von der Partie, wenn es um die Auswahl der Musikgruppen geht. „Es ist toll, wie sich das Festival inzwischen gemausert hat. Für uns ist es das letzte Jahr“, bekunden die Schülerinnen. Wegen ihres Abiturs im nächsten Jahr werden sie aus der Gruppe ausscheiden. Aber keine Angst, der Nachwuchs ist schon gesichert. 




 

Rheingau-Echo Nr. 29 • 17. Juli 2014

Fast wie in Wacken

Geisenheim

"Uschi rockthat sich zum Musikfestival fr drei Generationen entwickelt

Geisenheim. (sf) – „Fast schon ein bisschen wie in Wacken“, meinte schmunzelnd ein mit schwarzem Nie- ten-Outfit, passendem Schmuck und Frisur ausgestatteter Hard-Rock-Fan und tanzte zur Musik der „Uschi Music Fighters“ – gemeinsam mit der Oma einer Schülerin der Bläserklasse im Pausenhof der einst von Ordens- schwestern geführten Internatsschule. „Mein Bruder spielt da auch mit“ erklärte ein kleines Mädchen dem Hard- Rock-Fan und seinen Kumpels stolz. Von Berührungsängsten keine Spur, vielmehr verband die Musik bei „Uschi rockt!“ hier wirklich mehrere Generationen und Fans verschiedenster Stilrichtungen. „Genau das ist so gewollt“, erklärte auch Volker Bender, Musik- lehrer an der St. Ursula-Schule und ei- ner der Hauptorganisatoren. „Uschi rockt!“ ist ein jährliches, im Sommer stattfindendes Open Air Spektakel auf dem Gelände der St. Ursula Schule in Geisenheim, das sich aus einem Schülerprojekt einer 10. Klasse vor sechs Jahren entwickelt hat. „Es waren heute sogar ein paar der ehemaligen Schüler von damals da und alle freuten sich, was aus ihrer Idee von damals heute geworden ist“, so Bender. „Neben dem Spaß an der Musik wollen wir junge, lokale Bands fördern“, erklärt der Musiklehrer. Der bei den Schülern des Gymnasiums sehr beliebte Pädagoge hat die Veranstaltung „Uschi rockt“ mit ins Leben gerufen und unterstützt die Schüler tatkräftig bei der jährlichen Durchführung. Rund 20 Schüler und mehrere Lehrer arbeiten monatelang mit viel Ehrgeiz und Liebe zum Detail und zur Musik an der Vorbereitung des Musik-Events. „Unser Planungsteam teilt sich in drei Untergruppen auf. Sie bearbeiten die Themen Werbung, Gastronomie und Aufbau, Technik, Sicherheit. So kann sich jeder seinen Stärken entsprechend einbringen und zur positiven Umsetzung und Durchführung der Veranstaltung beitragen“, erklärte Bender. Die Schüler überarbeiten ständig Checklisten, Kontaktdaten, Kostenvoranschläge, führen Verhand- lungen mit Schulleitung, Polizei und

Ordnungsamt und zur Sicherstellung eines gewaltfreien Abends ist auch der Präventionsrat unterer Rheingau eingeschaltet. „Entscheidungen wer- den demokratisch in Vollversammlun- gen gefällt. Bands und Sponsoren werden gesucht und gefunden. Dadurch wird die Kontakt- und Kooperationsfähigkeit der teilnehmenden Schüler gefördert und wichtige soziale Fer- tigkeiten gestärkt“, erklärt Volker Bender.

Und auch die Eröffnung mit der Bläserklasse, die sich in Anlehnung an die Wackener Feuerwehrkapelle, die jedes Jahr traditionell mit Blasmusik das bekannteste Hard-Rock-Festival Europas eröffnet, auch „Uschi Music Fighrters“ nannte, sei gut angekom- men. Zwar spielten die Schüler keine zünftige Blasmusik, lagen mit ihrer rockigen Eröffnung und Liedern wie „Rock you“ und einem Rock’n Roll- Medley auch zum mitsingen aber genau richtig. Schon zu diesem Auftakt waren nicht nur junge Musikfans aus der ganzen Region gekommen, auch viele stolze Eltern, Großeltern und Geschwister rockten mit. Und weil gleich anschließend mit „Mabloni“, dem Frontman der im Rheingau mittlerweile legendären Rockband „Die Gribaldies“ auch ein erster Höhepunkt des Festivals präsentiert wurde, der ebenfalls ein breites Publikum ansprach, blieben die „älteren Semester“ auch gerne noch ein bisschen länger. Mabloni ließ schöne Rockballaden und einige Songs im typischen Liedermacherstil von Liebe und Leid erklingen. Ein weiterer Höhepunkt war anschließend mit dem schon ersehnten Auftritt der Lehrerband angesagt. Die „Good Ol’Boys“ mit Gitarrist Oli Wolf am Bass, Thomas Bachmann an der Gitarre, Kollege Dettmann an der Gitarre, Volker Bender am Schlagzeug und Gastsängerin Dunja Koppenhöfer begeisterten mit ihrem hausgemachten, ehrlichen Rock die Schüler und ihre Kollegen natürlich besonders und hatte selbst sichtlichen Spaß an ihrem gefeierten Auftritt.

Danach ging es dann musikalisch ein bisschen härter zu und auch das Publikum wechselte sich ab: Eltern und Großeltern gingen nach Hause, junge und junggebliebene Hard-Rock-Fans kamen an. Denn auch in diesem Jahr präsentierten sich wieder junge Bands und Solokünstler, die handgemachte Live-Musik unterschiedlichster Richtungen performen. Da gab es richtig grooven Hardcore und Deathcore, präsentiert von „Dying Existence“. Anfang 2009 bestand diese Band nur aus den beiden Drummern Jan und Marcel, die sich das Gitarre spielen selbst beibrachten und in dieser Besetzung viele Demos einspielten. Zwischen 2009 und 2011 nannte sich die „2 Mann Band“ dann „Deadhammered“ und ein guter, Gitarre spielender Kumpel namens Adrian stieg mit ein. „Nach einigen Proben zu dritt lernten wir auf einer Party im September unseren Sänger Marco kennen. Da nun das Line-Up bis auf einen Bassisten komplett war, musste ein neuer Bandname her und „Dying Existence“ geboren“, so die Musiker. Vor Kurzem ist dann auch noch Johannes (Egges) als Bassist eingestiegen und damit ist die Melodic Death Metal-Band aus dem Rheingau endlich komplett. Und auch „Feed your Rage“ und „Part of a Progess“, alles junge Bands aus der Region, präsentierten harte Beats und viel Groove. Die „Gribaldies“ hingegen verstanden sich als „ein Zirkus, in dem das Dach aus dem Punk, die Stützen aus 60‘s Soul & Funk, die Manege aus Rock & Indie, die Artisten aus Surf & Country und der Clown aus einer großen Portion Wahnsinn besteht“ und sorgten entsprechend bei „Uschi rockt“ für Furore. Viele neue Fans gewann auch die junge Band „Dreimillio- nen“ mit fünf jungen Musikern aus dem Raum Frankfurt, die sich 2013 gründete. Sie präsentiert sich musikalisch zwischen deutschsprachigem Rock, Pop und Punk und punktet mit der nötigen amerikanischen Note. Durch jahrelange Banderfahrung aus vorherigen Projekten wussten „Dreimillionen“ mit ihrer energiegeladenen Liveshow, einem perfekter Mix aus Atmosphäre, Tempo und einer ganzen Menge Ohrwurmpassagen zu überzeugen und das Publikum mitzureißen.

 

Bei so viel geballter Musik vergaßen die jungen Gäste dann auch völlig die fehlenden Sommertemperaturen. Und schließlich hatten die Gastgeber ja auch mit leckeren Speisen wie Hot Dogs, Pizza, Chicken Wings und Laugenbrezeln und Getränken für das leibliche Wohl gesorgt, so dass man an diesem Abend gerne freiwillig ein bisschen länger in der Schule blieb. 

Rheingau Echo vom 04.09.2013

Rockmusik lockte die Sonne hervor

Sechste Auflage von „Uschi rockt“ punktete mit vielfältigem Programm

Geisenheim. (sf) – „Das war allein die Musik“, kommentierte ein Bandmitglied erleichtert, als nach kurzem heftigen Schauer die Sonne wieder hervor kam und der Rocknacht in der Sankt Ursula-Schule allen Wettervorhersagen zum Trotz einen trockenen Verlauf bescherte. Doch zunächst hatten alle die Luft angehalten: kaum dass die sechste Auflage von „Uschi rockt“

mit einem besonderem Programmspecial am Nachmittag begonnen hatte, verzog sich die Sonne und dicke Wolken mit heftigem Regen zogen herbei. Aber auch dieser Regenguss konnte der guten Stimmung bei den Jugendlichen, einigen Eltern und Lehrern nichts anhaben.

„Nach dem Vorbild von Wacken haben wir in diesem Jahr unser Rockkonzert mit ganz klassischer Musik begonnen“, erklärte Volker Bender, der sich gemeinsam mit weiteren Lehrern und zahlreichen Schülern seit sechs Jahren für „Uschi rockt“ verantwortlich zeigt. Und so gab es zum Auftakt ein kleines Konzert mit den „Uschi Musicfighters“, hinter denen sich niemand anders verbarg als die Bläserklasse der St. Ursula-Schule. Nach diesem klassischen Auftakt ging es dann den ganzen Abend über rockig mit lauten und leisen Tönen zu.

Ganz neu in diesem Jahr war die Organisation durch den im März gegründeten Verein „Uschi rockt!“. Dem Verein zur Förderung musikalischer Nachwuchskünstler e.V. gehören der an dem Gymnasium unterrichtende Musiklehrer Volker Bender als 1. Vorsitzender und sein Kollege Oliver Wolf als 2. Vorsitzender an. Schatzmeisterin ist Iris Dries, Schriftführer Eike Zern. Als Beisitzer fungieren die ebenfalls an der St-Ursula-Schule unterrichtenden Musiklehrer Thomas Bachmann, Reinhold Determann und Mike Wessel. Und die fünf Lehrer agierten dann bei „Uschi rockt“ auch sehr zur Freude der Schüler auf der Bühne: als „Good ol’boys“.

Monatelang arbeite man mit viel Ehrgeiz und Liebe zum Detail und zur Musik an der Vorbereitung des Musik-Events. „Unser Planungsteam teilt sich in drei Untergruppen auf. Sie bearbeiten die Themen Werbung, Gastronomie und Aufbau, Technik, Sicherheit. So kann sich jeder, seinen Stärken entsprechend, einbringen und zur positiven Umsetzung und Durchführung der Veranstaltung beitragen“, erklärte Bender.

Die Schüler überarbeiten ständig Checklisten, Kontaktdaten, Kostenvoranschläge, führen Verhandlungen mit Schulleitung, Polizei und Ordnungsamt und zur Sicherstellung eines gewaltfreien Abends ist auch der Präventionsrat unterer Rheingau eingeschaltet. „Entscheidungen werden demokratisch in Vollversammlungen gefällt. Bands und Sponsoren werden gesucht und gefunden. Dadurch wird die Kontakt- und Kooperationsfähigkeit der teilnehmenden Schüler gefördert und wichtige soziale Fertigkeiten gestärkt“, erklärt Volker Bender.

Das beindruckte auch Bürgermeister Kilian: „Ich finde das klasse, dass Jugendliche hier in der Schule ein Rockkonzert organisieren und keine Profis dahinter stehen. Wenn ihr dann nachher das Ergebnis seht, könnt ihr richtig stolz sein, was ihr in eurem jungen Alter schon geleistet habt.“ Denn nebenbei fördere eine Veranstaltung wie „Uschi rockt!“ die Schulgemeinschaft und zeige, dass auch Abende ohne Alkohol Spaß machen können, erklärte auch Bender.

Im Mittelpunkt des Abends, der wirklich außerordentlich friedlich verlief und rund 300 Gäste aus drei Generationen begeisterte, stand natürlich ganz unbestritten die Musik. Denn auch in diesem Jahr präsentierten sich wieder junge Bands und Solokünstler, die handgemachte Live-Musik unterschiedlichster Richtungen performten. Da gab es richtig groovy Hardcore, präsentiert von „Part of Progress“ aus Mainz und „Fire Valentine“ aus Wiesbaden. Ein Heimspiel der besonderen Art hatte die „Funky Break“ mit einigen ehemaligen Schülern der St. Ursula-Schule und Rheingauer Jungmusikern an Bord, die poppigen Rock spielten und gleich zu Beginn für tolle Stimmung sorgten. Ebenso wie die auch aus dem Rheingau stammende Sängerin Julia Keidl, die ihre selbstgeschrieben Lieder vorstellte und zur musikalischen Verstärkung einige Studienkollegen aus Köln, wo sie Musik studiert, mitbrachte. Das Repertoire der 21-jährigen Geisenheimerin reichte von Pop, Rock über Soul bis Jazz. Die Lieder handelten von den kleinen Dingen, auf die niemand achtet, die aber jeder vermisst. Schließlich gab es zum Abschlusnoch ein Stelldichein mit den legendären „Gribaldies“ und ihrem spaßigen „Affenrock“.




Förderverein für „Uschi rockt“

Wiesbadener Kurier - 24.08.2013 - GEISENHEIM

Von Thorsten Stötzer



Der Vorsitzende des neuen Fördervereins, Volker Bender (links), und seine Vorstandskollegen (weiter von links) Reinhold Determann, Thomas Bachmann, Iris Dries, Eike-Frederik Zern, Mike Wessel und Oliver Wolf. 
Foto: RMB/Heinz Margielsky


 

Zum fünften Mal erlebt die St. Ursula Schule in Geisenheim am Samstag, 31. August, das Festival „Uschi rockt!“. Zugleich ist der fünfte Verein im Umfeld des Gymnasiums entstanden. Das kleine Zahlenspiel ist zwar zufällig zustande gekommen, passt jedoch trotzdem auch in thematischer Hinsicht, denn ein neuer Förderverein widmet sich speziell der Musikveranstaltung.

Nach der Gründungsversammlung Anfang März sind bis heute 15 Lehrer und Schüler beigetreten. „Die Lehrerband stellt im Prinzip den Vorstand“, erklärt der Vorsitzende Volker Bender. So sei es möglich, kurzfristig und flexibel zu reagieren, denn die Vereinsspitze sehe sich fast täglich in den Schulpausen, ergänzt sein Stellvertreter Oliver Wolf, der zudem auf gewonnene Rechtssicherheit eingeht. Außerdem gehören die Kassiererin Iris Dries, Schriftführer Eike-Frederik Zern sowie die Beisitzer Reinhold Determann, Thomas Bachmann und Mike Wessel dem Vorstand an. Außer klaren Strukturen sind den Verantwortlichen praktische Dinge wichtig, wie die Möglichkeit, unproblematisch Spendenquittungen ausstellen zu können. Schließlich sind wirtschaftliche Aspekte zu beachten.

Tickets kosten 2,50 Euro

Zwar erhalten die Bands bei „Uschi rockt!“ nach den Worten von Dries höchstens Benzingeld. Werbung und Technik verursachen allerdings einige Kosten, die Kassiererin rechnet mit einem Gesamt-Etat von 2500 Euro bis 3000 Euro. „Die Eintrittspreise sollen aber so niedrig bleiben, damit Schüler sie sich leisten können“, fährt sie fort. Seit der Premiere beträgt der Ticketpreis 2,50 Euro.

Also besitzt die Sponsorensuche hohen Stellenwert. Der Förderverein sieht sich dabei vorrangig organisatorisch gefordert, statt mit hohen Mitgliedsbeiträgen Geld zu generieren. Weiterhin schildert Bender, dass „Uschi rockt!“ stetig gewachsen ist: „Alleine mit Schülern ist das nur noch schwierig zu handeln.“ Dennoch agiert im Kern nach wie vor eine rund 25-köpfige Event-AG aus Erwachsenen und Jugendlichen.

Neu dabei sind die Gymnasiasten Svenja Fahneman und Johannes Meckel, die bei einem Songwriter-Wettbewerb erfolgreich waren. Gute Bekannte sind seit Beginn Julia Keidl, die nun Musik in Köln studiert, sowie die Lehrerband „Good Ol‘Boys“.

Während die Pädagogen ihren Gruppennamen aus dem Blues-Brothers-Film entliehen haben, wurde für die Bläser aus der Musikklasse etwas beim Wacken Open Air abgeguckt. Dort mischt eine Feuerwehrkapelle als „Wacken Firefighters“ mit, analog dazu heißen die Sechstklässler aus Geisenheim „Uschi Musicfighters“.

ZEITPLAN

Das Festival „Uschi rockt!“ hat in den vergangenen Jahren trotz Regens oder extremer Hitze bis zu 400 Besucher angelockt.

 

Am Samstag, 31. August, erfolgt der Einlass zum Hof der St. Ursula Schule ab 17.30 Uhr, das Programm beginnt eine halbe Stunde später mit folgenden Bands. 18 Uhr: Uschi Musicfighters (Bläserklasse), 18.30 Uhr: Funky Break, 19.25 Uhr: Lehrerband „Good Ol’Boys“ und Svenja Fahnemann und Johannes Meckel; 20.25 Uhr: Julia Keidl Combo; 21.20 Uhr: Fire Valentine; 22.10 Uhr: Part of a progress; 23.05 Uhr: Die Gribaldies.

 

Um Mitternacht soll die alkoholfreie Veranstaltung zu Ende sein.

 

 



Foto: RMB/Heinz Margielsky



Die 20-köpfige Projektgruppe der St. Ursula-Schule in Geisenheim organisiert „Uschi rockt die Leinwand"

Wiesbadener Kurier

Geisenheim

St. Ursula-Schule und Geisenheimer Lindentheater kooperieren

18.01.2013  - GEISENHEIM


Von Thorsten Stötzer

„Die erste Reihe hat schöne laute Plätze“, ist sich Trompeter Maximilian Denies sicher. Recht knapp ist der Abstand zwischen Bühnenrand und den ersten von 170 roten Samtsesseln im Geisenheimer Linden-Theater. Das Kino erlebt am Montag, 28. Januar, ab 20 Uhr eine neuartige Veranstaltung, bei der neben einem Film die Live-Musik eine tragende Rolle spielt.

„Uschi rockt die Leinwand“ heißt die Veranstaltung, die die St. Ursula-Schule und die gemeinnützige Linden-Theater GmbH gemeinsam auf die Bühne bringen, die im Zuge einer Modernisierung erst seit vergangenem November zur Verfügung steht. Ihre Breite sei gut für den „Line-Up“ der Band „Funky Break“, der neben sechs anderen jungen Musikern der 18-jährige Maximilian Denies angehört.

Premiere vor Samtsesseln

Er gesteht, dass die Gruppe noch nie vor roten Samtsesseln gespielt hat - Hochzeiten und Weinfeste bilden sonst Gelegenheiten für Auftritte. Doch nicht nur die 17 bis 22 Jahre alten Bandmitglieder stehen am 28. Januar vor einer Premiere. „Das wird die Feuertaufe für die Bühne“, sagt Werner Thorn, der Geschäftsführer der Linden-Theater GmbH, denn noch nie gab es dort eine derartige Veranstaltung.

Nach dem Konzert von „Funky Break“, die sich dem Blues, Funk und Soul verschrieben haben, läuft der Film „School of Rock“. Darin geht es um einen Musiker, der eher versehentlich Lehrer wird, weil er Geld braucht. „Der Film war ein bisschen die Vorlage für Uschi rockt!“, erklärt Volker Bender, einer der Lehrer, der die nun 20-köpfige Projektgruppe in der St. Ursula-Schule betreut.

Vor allem durch das gleichnamige Festival ist „Uschi rockt!“ bekannt geworden, es folgten Schritte nach draußen. Die meisten Aktiven von „Funky Break“ besuchen noch das Gymnasium und wollen als Überraschung zum Film „etwas performen“, verrät Denies. Kino-Leiter Matthias Göller hofft, dass sich eine langfristige Zusammenarbeit entwickelt: „Wir wollen auch Kulturelles außer Filmen anbieten.“

Dafür sind die Bühne und die Bindung zur St. Ursula-Schule eine Basis. Zudem setzt das Kino darauf, dass es auf diesem Weg noch bekannter wird. Thorn spricht von einem „weiteren Standbein“. Durch das Kultur-Angebot sollen zusätzliche Einnahmen erzielt werden, um die Zukunft des Hauses zu gewährleisten, das Menschen mit Behinderungen aus dem St. Vincenzstift einen Arbeitsplatz verschafft.

Mit „Uschi rockt die Leinwand“ nehmen Gymnasium und Kino außerdem an einem Wettbewerb teil, der unter dem Titel „Kinder zum Olymp“ Konzepte für die Kooperation zwischen Kultur und Schule honoriert. „Das ist ein weiterer Auslöser, aber nicht der Hauptgrund, es geht uns um die Sache an sich“, erklärt Bender.




Rheingau Echo vom 23.08.2012

"Uschi rockt" - Mehr als nur ein Rockkonzert

 

Open Air-Spektakel an der St. Ursula-Schule wird immer mehr zum Gesamt-Schulprojekt

Geisenheim. (hhs) - Vor vier Jahren wurde "Uschi rockt!" als Klassenprojekt aus der Taufe gehoben. Aus dem zarten Pflänzchen ist mittlerweile ein veritables Rockkonzert geworden - und das mit einem pädagogischen Effekt, der länger nachwirkt. Am Samstag gab es die vierte Auflage - endlich einmal bei besten Witterungsbedingungen und vor vollem Haus.

In diesem Jahr waren an der Organisation 25 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 13 beteiligt. Die drei Pädagogen Iris Dries, Volker Bender und Oliver Wolf wirken mehr koordinierend und konnten den Schülern Freiraum für ihre vielfältigen Unternehmungen lassen.

Die Schüler hatten im Vorfeld verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, die das Rockfestival - fast schon - professionell organisierten. Von der Sponsorenwerbung bis zur Gastronomie, vom Ticketverkauf bis zum Sicherheitsdienst, vom Verkauf von Merchandising-Produkten bis zum Bühnenaufbau gab es eine Unmenge zu tun.

Und bevor der erste Ton erklang, mussten erst einmal die Bands ausgewählt werden, die bei "Uschi rockt" auftreten dürfen. Gage gibt es keine, dafür reichlich Spaß auf beiden Seiten - bei den Fans wie bei den Musikern aus der lokalen Szene, die sich freuen, vor großem Publikum spielen zu dürfen.

"Gesetzt" ist von Anfang an die Lehrerband, die unter dem Namen "The Good Ol' Boys" firmiert und zeigen konnte, dass es im Kollegium der St. Ursulaschule auch richtige Rocker gibt. Wie sie am Samstag mit "Hells Bells" von AC/DC den Schulhof rockten, war schon hörens- und sehenswert. Auch dass eine Band aus Schülern der St. Ursula-Schule - in diesem Jahr waren es die "Funky Breaks" - auf dem Stage-Plan stand, hat Tradition.

Eröffnet hatte das Open Air Spektakel im Innenhof die Band "Young", dies vor noch vergleichsweise kleinem Publikum. Nach den beiden bereits genannten Ursula-Bands folgten "funeral fire", "While She Suffocates", "rising anger", "green river burial" und "edgeball". Zu später Stunde waren zwar die "Kleinen" schon zuhause, doch der Schulhof war bei tropischen Temperaturen immer noch bestens gefüllt - "Uschi rockt IV" dürfte zum vorläufigen Höhepunkt der Festivalreihe geworden sein.

"Vergesst Woodstock" (an das Original aus dem Jahr 1969 dürften sich ohnehin nur die älteren im Kollegium erinnern), "vergesst Rock am Ring!" (da dürfen die "Kleinen" noch gar nicht hin) hatten die Werbestrategen der St. Ursula-Schüler auf ihre Homepage geworben. Ganz so groß ist "Uschi rockt" zwar noch nicht, aber es ist auf dem besten weg, zum "legendären Open Air Spektakel" zu werden, als dass es schon in diesem Jahr angekündigt war.

Nachhaltigkeit

Schulleiter Hermann Josef Schlicht war sehr angetan von der entspannten Atmosphäre. "Das Festival ist ein sehr wichtiger Beitrag für die Jugendlichen", betonte er gegenüber dem Rheingau Echo. Gerade für die 13 bis 16-jährigen gebe es wenig Angebote im Rheingau.

Darüber hinaus liegt Dr. Schlicht die Projektarbeit am Herzen. "Die Schüler sollen sich auch mit praktischen Dingen beschäftigen, mehr Selbständigkeit entwickeln", stellt er auch den pädagogischen Effekt heraus, an dem viele Lehrer beteiligt seien. Neben Dries, Bender und Wolf seien auch etliche weitere Kollegen, wenn auch mit kleineren Anteilen - eingebunden gewesen. "Uschi rockt lebt auch vom Engagement der Lehrkräfte", lobte der Schulleiter. Es sei erfreulich, dass trotz Leistungsdrucks durch G8 solche Aktionen weiter möglich blieben.

Dass "Uschi rockt" keine Eintagsfliege ist, beweist die Tatsache, dass mittlerweile übers Jahr verteilt weitere gemeinsame Aktionen stattfinden. So nahmen die Schüler schon an Fastnacht an Umzügen teil, um für das Festival zu werben. Große Beachtung fand auch der von den Ursulinen vermittelte Auftritt der Band "Green River Burial" in der Justizvollzugsanstalt Wiesbaden vor 300 männlichen Inhaftierten zwischen 16 und 24 Jahren. Gerade solche Begegnungen sind es, die über den Tag hinaus wirken und mitunter länger haften bleiben als so manches, was im Unterricht gelehrt wird.




Wiesbadener Kurier vom 20.08.2012
 
Geisenheim

Lehrerband hat viele junge Fans

20.08.2012 - GEISENHEIM

Von Kerstin Prosch

KULTUR LOKAL Vierte Auflage von „Uschi rockt“ bei perfektem Open-Air-Wetter / Organisationsteam leistet ganze Arbeit

„Wir sind die Band Joung“, stellen sich die Musiker auf der Bühne im Schulhof des St. Ursula Gymnasiums selbst vor. „Und der nächste Song ist für jedes hübsche Mädchen - also für alle!“ Gemeint sind folglich nicht nur die beiden Teenager, die bei der Veranstaltung „Uschi rockt“ ziemlich weit vorne an der Bühne stehen und ein paar Jungs anschmachten. Gemeint sind auch Sophia (14) und Anna-Maria (15), die an der Kasse im Eingangsbereich sitzen - ganz freiwillig. Die beiden Schülerinnen gehören zum 15-köpfigen Organisationsteams von „Uschi rockt“.

Die Gruppe hat das Musikfestival nahezu komplett alleine gestemmt - von der Auswahl der Bands, bis zum Einkauf von Snacks für die Gäste. „Wir haben die Schüler lediglich begleitet“, sagt Oliver Wolf, Lehrer für Politik, Wirtschaft und Geschichte am St. Ursula Gymnasium. „Wir“, das sind neben Wolf seine Kollegen Iris Dries und Volker Bender.

Letzterer wurde einst gefragt, ob er zu dem Konzert einer Band komme, in der St-Ursula-Schüler mitspielen. Bender verneinte, schlug jedoch vor, dass die Gruppe an der Schule auftritt. Damit war die Idee für „Uschi rockt“ geboren.

Immer größer sei die Veranstaltung seit der Premiere vor vier Jahren geworden. „Es ist schön zu sehen, wie das wächst“, betont Sophia, die bereits zum zweiten Mal im Organisationsteam dabei ist. Dass sie von der Kasse aus den Auftritt der Bands nicht verfolgen kann, stört die 14-Jährige nicht. Schließlich habe sie im Backstage-Bereich viel mit den Musikern zu tun, was sehr interessant sei.

Anna-Maria, die zum ersten Mal im Orga-Team mithilft, findet es toll, dass es am St. Ursula Gymnasium jedes Jahr „Uschi rockt“ gibt. „Sonst macht so ein Festival keiner“, berichtet sie mit Verweis auf andere Schulen im Rheingau. Deren Schüler nutzen gerne die Gelegenheit, das Konzert zu besuchen.

Diesmal spielen neben der Band Joung die Gruppen Funky Break, Funeral Fire, Rising Anger, Edgeball, While She Suffocates und Green River Burial auf.

Außerdem tritt wie in den Vorjahren wieder die Lehrerband auf, die vor allem von vielen jüngeren Schülern als Highlight gesehen werde. „Die sind dann immer ganz überrascht, dass Lehrer so eine Musik machen“, erzählt Oliver Wolf. Er hat sich gefreut, nach der verregneten „Uschi rockt“-Veranstaltung im vergangenen Jahr am Samstag bei perfektem Open-Air-Wetter Hunderte von Besuchern auf dem Schulhof zu sehen.

An der Kasse haben erstmals alle ein Bändchen statt eines Stempels bekommen. Sophia und Anna-Maria finden diese Neuerung klasse.

Sophia will das Bändchen auf jeden Fall aufheben - als Erinnerung an die 4. Auflage von „Uschi rockt“.




Schüler rocken hinter Gittern

 
Von außen sieht der Gebäudekomplex völlig unauffällig aus, wer vermutet auch schon inmitten von Reihenhäusern in Wiesbaden eine Justizvollzugsanstalt? Bei genauerem Hinsehen: die Pforte mit Justizvollzugsbeamten in Uniform, Stacheldraht auf der meterhohen Mauer, geschlossene Tore.
Bevor man die Justizvollzugsanstalt betreten darf, muss man zuerst die Ausweise und Handys abgeben. Durch mehrere Schleusen, die alle wieder sorgfältig geschlossen werden, kommt man in den Hof der JVA Wiesbaden. Zurzeit leben dort ungefähr 300 männliche Inhaftierte im Alter von 16 bis 24 Jahren.
Die St. Ursula Schule in Geisenheim wird von Schülern auch häufig nur „Uschi“ genannt, was zu dem Namen „Uschi rockt!“ geführt hat.
„Uschi rockt!“ ist ein Konzert, welches jedes Jahr auf dem Schulhof der St. Ursula Schule stattfindet. Das Organisationsteam besteht aus einer Gruppe von Schülern, welches Unterstützung von drei engagierten Lehrern der Schule bekommt. Bei dem Konzert treten Schülerbands und die Lehrerband der Schule auf. Mittlerweile gibt es auch Teilnahmeanfragen über den Rheingau hinaus wie beispielsweise von der Frankfurter Hardcore Band „The Green River Burial“, die ebenfalls mit in die JVA kam. Außerdem wirkten auch Julia und Joseph, zwei Schüler der St. Ursula Schule, bei dem Konzert in der JVA mit.
Um den Insassen etwas Abwechslung in ihren Gefängnisalltag zu bringen und ihnen auch zu zeigen, dass sie nicht ganz von der Gesellschaft vergessen sind, hatte Volker Bender, einer der drei betreuenden Lehrer des Teams von „Uschi rockt!“, die Idee eines Konzertes in der JVA. Johnny Cash, der viele Konzerte in Gefängnissen gab, inspirierte ihn zu dieser Idee, selbst ein Konzert im Gefängnis zu veranstalten. Auch für die vier Jungs von „The Green River Burial“ war Johnny Cash einer der Gründe mit in die JVA zu kommen, wie der Sänger Mert Ücüncü erklärte.
„Jeder Insasse hat die Chance dazu, an Veranstaltungen teilzunehmen, wenn er den Betreuern oder Justizvollzugsbeamten nicht negativ aufgefallen ist“, erläuterte der Justizvollzugsbeamte, der das Team von „Uschi rockt!“ zur Turnhalle begleitete, wo Veranstaltungen wie Konzerte oder Theaterstücke stattfinden. 
In der Turnhalle waren schon drei Stuhlblöcke vor der Bühne gestellt und alle anderen Vorbereitungen wie Soundchecks waren getroffen.
Kurz vor Beginn des Konzertes betraten dann die ersten Insassen die Turnhalle, alle in grauen Hosen und bordeauxfarbenen T-Shirts oder Hemden. Sie kamen in Abständen jeweils aus einem der drei Wohnblöcke in Begleitung von Beamten hinein. Es wurde darauf geachtet, dass die Inhaftierten in ihren Gruppen blieben und keinen Kontakt zu den anderen Gruppen aufnahmen.
Julia und Joseph waren als erste auf der Bühne und es war überraschend, wie ruhig und aufmerksam das gesamte Publikum war.
Danach betraten die Jungs von „The Green River Burial“ die Bühne. Zunächst waren die Inhaftierten etwas erschrocken, weil es nach der eher leisen Musik von Julia und Josephnun richtig laut wurde, aber sie wurden genauso freundlich aufgenommen und mit reichlich Applaus begrüßt. Während des Konzertes suchte Mert immer wieder den Kontakt zu den Insassen, indem er sie direkt ansprach, versuchte sie aufzubauen und ihnen klarzumachen, dass nicht alle Menschen Vorurteile haben.
Am Ende des Konzertes verließen die Insassen wieder in den gleichen Gruppen und Abständen die Turnhalle, wie sie sie auch betreten hatten. Währenddessen standen die Jungs von „The Green River Burial“ schon am Ausgang bereit, um die Möglichkeit zu haben, jedem von ihnen die Hand zu geben.
Ein junger Mann, der so begeistert von der Sängerin und Songwriterin Julia war, fragte, ob man ihre CD auch kaufen könnte. Diese Frage überraschte Julia sehr und sie hatte auch gar nicht damit gerechnet, so viel Interesse geweckt zu haben. Außerdem bedankten sich viele im Vorbeigehen und verabschiedeten sich.
Für das Team von „Uschi rockt!“ war das Konzert eine tolle und total neue Erfahrung und man kann Mert nur zustimmen, der sagte: „Uns geht es darum, ihnen Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln und um ihnen zu zeigen, dass jeder Mensch im Gefängnis auch ein Mensch ist und nicht nur negative, sondern auch positive Eigenschaften hat.“
Insgesamt wirkten alle Insassen sehr dankbar dafür, dass es Menschen gibt, die sich die Mühe machen, auch ihnen die Möglichkeit zu geben, an einem Konzert teilzunehmen. Dies zeigte, dass es eine richtige Entscheidung war, ein Konzert in der JVA zu veranstalten.
Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient und um diesen Menschen das zu zeigen, ist es wichtig, solche Veranstaltungen zu organisieren. Man kann sich dann selbst ein Bild von den Insassen und den Lebensumständen in einem Gefängnis machen und nur weil sie für einen gewissen Zeitraum nicht mehr in Freiheit sind, sollen sie trotzdem unter menschenwürdigen Bedingungen leben, so wie es alle anderen Menschen in Deutschland auch dürfen.
Auf die Frage, ob sie wieder ein Konzert in der JVA geben würden, antwortete Mert ohne lange darüber nachzudenken mit großer Begeisterung: „Ja, auf jeden Fall!“. Für die Band war es auch eine neue Erfahrung und niemand, der an diesem Tag mit in der JVA war, bereute die Entscheidung, den Insassen ein Konzert ermöglicht zu haben.

Kathrin Dries




Geisenheim

Beim Reinkommen erstmal „gruselig“

21.05.2012 - WIESBADEN/GEISENHEIM

Von Hendrik Jung

KONZERT „Uschi rockt“ diesmal vor jungen Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt in Wiesbaden

Einmal im Jahr findet an der Geisenheimer St.-Ursula-Schule ein Open-Air-Konzert unter dem Titel „Uschi rockt“ statt. Um an einem anderen Ort mal ein anderes junges Publikum zu erreichen, haben die Veranstalter nun ein Konzert in der Wiesbadener Justizvollzugsanstalt organisiert.

Neue Erfahrung für alle

Die Erfahrung ist für alle Beteiligten neu. Während im Inneren der Turnhalle die letzten Einstellungen beim Soundcheck vorgenommen werden, stärken sich die übrigen Musiker und Helfer bei einem Stück Kuchen. Ein wenig getrübt wird der Genuss durch den Blick auf die mit Stacheldraht versehenen Mauern. „Das hat gruselig gewirkt beim Reinkommen“, berichtet die 16-jährige Kathrin von ihrem ersten Eindruck. Sie begleitet die Veranstaltung, um in der Schülerzeitung darüber zu berichten. „Die Idee kam spontan, als ich eine Johnny-Cash-Platte gehört habe“, berichtet Musiklehrer Volker Bender, wie es dazu kam, dass die St.-Ursula-Schule zum ersten Mal in der Justizvollzugsanstalt rockt.

Mitgekommen sind dafür Julia und Joseph, die das einstündige Konzert mit akustischer Gitarre und dem kastenförmigen Percussion-Instrument Cajon eröffnen. Im Anschluss wird die Halle dann von der Frankfurter Hardcore-Combo „The Green River Burial“ gerockt, die beim vergangenen „Uschi rockt“ auf große Resonanz gestoßen ist.

„Bei unseren Jungs vermutet man eher, dass die auf HipHop oder Rap stehen“, räumt Thomas Dohmen, Veranstaltungskoordinator in der JVA, ein. Doch in den einmal im Quartal stattfindenden Konzerten sind durchaus auch Klassik oder Jazz zu hören. „Ich habe relativ schnell zugesagt, um dabei zu helfen, die unterschiedlichsten Musikstile hier rein zu bringen“, erläutert Sängerin Julia ihre Motivation mitzumachen.

Ihre eigenen Stücke will sie jedoch nicht zu Gehör bringen, weil sie die sozialkritischen Texte bei dieser Gelegenheit nicht präsentieren möchte. „Es ist schon ein seltsames Gefühl. Ich habe selten so ein großes Publikum gehabt. Und dann noch im Gefängnis, und dass da nur Kerle sind“, beschreibt die 19-Jährige ihre Gefühlslage, bevor sie die Bühne betritt. Doch die beiden Schüler werden nicht nur mit einem herzlichen Applaus willkommen geheißen.

Auch während der leisesten Folkballaden verhalten sich die mehr als 50 Zuhörer größtenteils ruhig und bringen den Musikern auf diese Weise und mit stets warmem Applaus ihren Respekt zum Ausdruck. Nach der Umbaupause ändert sich die Atmosphäre in der Halle schlagartig. Sobald die vier Jungs von „The Green River Burial“ mit ihrem Metal-Core beginnen, kommt Bewegung ins Publikum. Da wird mit kurz geschorenem Kopfhaar ein Head-Banging simuliert und die ungezügelte Energie der Band überträgt sich augenblicklich. Permanent sind Sänger, Bassist und Gitarrist auf der Bühne unterwegs und selbst der Schlagzeuger stellt sich mal auf seine Bassdrum, um Blickkontakt mit dem Publikum aufzunehmen. Spontanen Applaus erhält dann Sänger Mert Ücüncü, als er in einer Ansage betont, dass alle Anwesenden im Raum Menschen seien. Spätestens da ist das Eis gebrochen, und es herrscht vor wie auf der Bühne gleichermaßen gute Stimmung.



Rheingau Echo 18.08.2011
 

Rockmusik ließ Regen vergessen

Vierte Auflage von "Uschi rockt" punktete bei Gästen

Die Jugendlichen hatten trotz Regen Spaß an dem Open Air Event.


Geisenheim. (sf) - Eigentlich hätte Sommer sein sollen, die Sonne nach am Nachmittag auf den Schulplatz vor der Aula runterbrennen sollen und in lauer Abenddämmerung so richtig abgerockt werden, denn "Uschi rockt!" ist ein jährliches, im Sommer stattfindendes Open Air Spektakel auf dem Gelände der St. Ursula Schule in Geisenheim. Doch der Sommer ließ in diesem Jahr, wie schon so oft auf sich warten. Regen und Kälte begleiteten die vierte Auflage des Open Air Events, das aber trotz des schlechten Wetters wieder mal bei den Jugendlichen, aber auch einigen Eltern und Lehrern punktete.

Gut ausgerüstet mit Regenjacke und Schirm kamen immerhin über 400 Gäste zu "Uschi rockt" und die fetzige Musik auf dem Schulhof ließ den Regen dann auch vergessen. "Neben dem Spaß an der Musik wollen wir junge, lokale Bands fördern", erklärt der Musiklehrer Volker Bender. Der bei den Schülern des Gymnasiums sehr beliebte Pädagoge hat die Veranstaltung "Uschi rockt" mit ins Leben gerufen und unterstützt die Schüler tatkräftig bei der jährlichen Durchführung. Rund 20 Schüler und zwei Lehrern, arbeiten monatelang mit viel Ehrgeiz und Liebe zum Detail und zur Musik an der Vorbereitung des Musik-Event "Uschi rockt!". "Unser Planungsteam teilt sich in drei Untergruppen auf. Sie bearbeiten die Themen Werbung, Gastronomie und Aufbau, Technik, Sicherheit. So kann sich jeder, seinen Stärken entsprechend, einbringen und zur positiven Umsetzung und Durchführung der Veranstaltung beitragen", erklärte Bender. Die Schüler überarbeiten ständig Checklisten, Kontaktdaten, Kostenvoranschläge, führen Verhandlungen mit Schulleitung, Polizei und Ordnungsamt und zur Sicherstellung eines gewaltfreien Abends ist auch der Präventionsrat unterer Rheingau eingeschaltet. "Entscheidungen werden demokratisch in Vollversammlungen gefällt. Bands und Sponsoren werden gesucht und gefunden. Dadurch wird die Kontakt- und Kooperationsfähigkeit der teilnehmenden Schüler gefördert und wichtige soziale Fertigkeiten gestärkt", erklärt Volker Bender. So hatten die beiden Schüler Paul Roßkopf und Robin Biala aus der Klasse 7d des Gymnasiums im Vorfeld des Open Air-Konzertes Bürgermeister Frank Kilian interviewt und ihm einige Fragen rund um Musikgeschmack und Schule gestellt. Kilian gab sich nicht nur als Fan von Musik der 60er und 70er Jahre, englische Popmusik, ABBA, aber auch französischer Chansons zu erkennen, er sagte den Schülern auch seine Unterstützung zu. "Ich finde das klasse, daß Jugendliche hier in der Schule ein Rockkonzert organisieren und keine Profis dahinter stehen, sondern reine Amateure. Ihr seid hier in der Lage, etwas zu tun, was normalerweise im Großen nur Profis machen. Wenn ihr dann nachher das Ergebnis seht, könnt ihr richtig stolz sein, was ihr in eurem jungen Alter schon geleistet habt. Auch ein Kompliment an die Schule: Prima!". Denn nebenbei fördere eine Veranstaltung wie "Uschi rockt!" die Schulgemeinschaft und zeige, dass auch Abende ohne Alkohol Spaß machen können, erklärte auch Bender.

Im Mittelpunkt des Abends, der wirklich außerordentlich friedlich verlief und an dem sogar Schulleiter Dr. Schlicht als Gast sichtlichen Spaß hatte, stand natürlich ganz unbestritten die Musik. Denn auch in diesem Jahr präsentierten sich wieder junge Bands und Solokünstler, die handgemachte Live-Musik unterschiedlichster Richtungen performen. Das gab es richtig grooven Hardcore und Deathcore, präsentiert von "The Green River Burial", einer 2008 in Frankfurt von fünf Jungs gegründeten Band, die sich eher als "ein Gefühl, eine Emotion, ein Gedanke", verstehen. Und auch "Burn Your Elegy" präsentierte Metalcore und Hardcore. Die Band aus Rüdesheim hat es sich zum Ziel gesetzt mit anderen Bands zu spielen, Kontakte knüpfen. Durch stetiges "songwriting" wollen sie ihrem Publikum neue Songs präsentieren und ihre Fans mitreißen. Die "Gribaldies" hingegen verstehen sich als "ein Zirkus, in dem das Dach aus dem Punk, die Stützen aus 60's Soul & Funk, die Manege aus Rock & Indie, die Artisten aus Surf & Country und der Clown aus einer großen Portion Wahnsinn besteht" und sorgten entsprechend bei "Uschi rockt" für Furore.

Viele neue Fans gewann auch die aus Wiesbaden stammende Gruppe "Fewsel" mit ihrem "psychodelic, progressive stoner alernative Rock". 2007 als Spaßprojekt gegründet, eifern sie ihren Vorbildern Led Zeppelin, Jimi Hendrix und Black Sabbath nach. Nicht fehlen durfte der mittlerweile preisgekrönte und berühmte Rheingauer Musiker Chris mit seiner Gitarre "Taylor", der mit Rock und Pop auch die älteren Generationen an diesem Abend ansprach. Ebenso wie die auch aus dem Rheingau stammende Sängerin Julia Keidl die ihre selbstgeschrieben Lieder mit Klavier und Gitarre begleitete. Das Repertoire der 18-jährigen Geisenheimerin reichte von Pop, Rock über Soul bis Jazz. Die Lieder handelten von den kleinen Dingen, auf die niemand achtet, die aber jeder vermisst.

Und auch echter Punk fehlte bei "Uschi rockt" nicht, dafür sorgten "The Padlocks", die ihre Songs lautstark und mit voller Energie spielten. Und natürlich durfte wie schon in den letzten ein ganz besonderer Gig nicht fehlen: die Lehrerband "Good old Boys", die mit ihrem hausgemachten, ehrlichen Rock die Schüler und ihre Kollegen natürlich besonders begeisterten.

Bei so viel geballter Musik vergaßen die jungen Gäste dann auch völlig den fehlenden Sommer. Und schließlich hatten die Gastgeber ja auch mit leckeren Speisen und Getränken für das leibliche Wohl gesorgt, so daß man an diesem Abend gerne freiwillig ein bißchen länger in der Schule blieb.

Julia Keidl aus Geisenheim präsentierte Lieder handelten von den kleinen Dingen, auf die niemand achtet, die aber jeder vermisst.


Geisenheim - Wiesbadener Kurier 

Diesmal bewerben sich 30 Bands

15.08.2011 - GEISENHEIM

Von Kerstin Prosch

OPEN-AIR-KONZERT „Uschi rockt“ bereits zum dritten Mal / Auf Samstag verlegt und verlängert

Regen. Ein Junge zieht sich seine Kapuze über den Kopf, ein Mädchen rockt unterm Regenschirm. Auf den Gedanken, wegen des schlechten Wetters nach Hause zu gehen, kommen sie nicht, schließlich heißt es an der St. Ursula Schule nur einmal im Jahr „Uschi rockt“. „Da will man dabei sein“, sagt eine Schülerin.

Die Idee zu dem Open-Air-Konzert entstand vor drei Jahren. Musiklehrer Volker Bender war damals von mehreren Jugendlichen eingeladen worden, sich die Bands anzuhören, in denen sie aktiv sind. Bender fehlte dafür die Zeit, deshalb schlug er vor: „Wenn ich nicht zu euch kommen kann, kommt ihr halt zu mir.“ Schnell war der Gedanke geboren, an der Schule ein Rockkonzert mit den verschiedenen Bands zu organisieren. Die Veranstaltung erhielt, wie eine frühere Konzertaktion der Schule, den Titel „Uschi rockt“. Das Open-Air-Konzert kam so gut an, dass eine Neuauflage gewünscht wurde.

Zur Organisation des zweiten Rockevents schlossen sich interessierte Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13 zu einer Projektgruppe zusammen, berichtet Bender. Nach der erfolgreichen Veranstaltung wurde die Gruppe auf die jüngeren Schüler ausgeweitet. Ab der siebten Klasse durfte nun jeder bei der Planung des dritten Konzertes helfen, das am Samstag mehrere Hundert Jugendliche anlockte.

Erstmals fand die Veranstaltung nicht an einem Freitag statt. „Viele Schüler hatten darum gebeten“, sagt Bender. Sie wollten nach einem langen Unterrichtstag nicht noch mal an die Schule kommen. Statt wie bisher um 18 Uhr wurde diesmal bereits um 17 Uhr begonnen. Denn für das Konzert hatten sich rund 30 Bands beworben.

„Wir wollten so vielen Gruppen wie möglich einen Auftritt ermöglichen“, erklärt der Musiklehrer. Bei der Auswahl der Bands wurde darauf geachtet, viele Stilrichtungen abzudecken, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Spielen dürfen „Burn your Elegy“ und „Marlon B. Ft. Julia K.“, in denen St. Ursula-Schüler mitmachen. Auch dabei sind „The green river burial“, „Die Gribaldies“, „Fewsel“, „The Padlocks“ und „Chris and Tayler“.

Außerdem tritt wieder die Lehrerband auf. Max und Robin, die der Projektgruppe erst ganz neu angehören, sind mit dem Verlauf der Open-Air-Veranstaltung zufrieden. Max stellt allerdings überrascht fest, dass man als Chef des Sicherheitsteams während des Konzertes ständig etwas zu tun hat. Hier eine Frage, dort eine Frage - der 16-Jährige hat es sich weniger stressig vorgestellt.

Zuvor erstaunte ihn bereits, „wie schwer es ist, Leute zu finden, die mithelfen“. Nur wenige Mitschüler außerhalb der 20-köpfigen Projektgruppe ließen sich dazu bewegen, beim Sicherheitsteam mitzuarbeiten. Die Gruppe kümmert sich um den Einlass, die Kasse und den friedlichen Verlauf der Veranstaltung. Sie achtet zudem darauf, dass niemand Alkohol einschmuggelt. „Da werden auch Taschen kontrolliert.“ Außer Schülern helfen beim Open-Air auch Lehrer und Eltern mit, was Bender sehr freut.





Interview aus der (s)Uschi - Schülerzeitung der St. Ursula Schule 
(Mai 2011)

 Interview mit dem Geisenheimer Bürgermeister Kilian

Am 13. August findet auf dem Schulhof nun schon zum dritten mal das Open Air Event „Uschi rockt!“ statt. Grund genug für Paul Roßkopf und Robin Biala aus der 7d dem Bürgermeister der Stadt Geisenheim, Herrn Kilian, einige Fragen zu stellen.

Robin: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kilian.Wir freuen uns, dass Sie sich Zeit für uns genommen haben, um ihnen einige Fragen rund um „Uschi rockt!“ zu stellen.“

„Vielen Dank für die Einladung, ich finde es toll, dass ihr in euren Ferien solch ein Interview veranstaltet.“

Paul: „Haben Sie schon mal von „Uschi rockt!“ gehört?“

„Ich habe schon davon gehört, aber mich vorher noch nicht damit befasst. Erst auf- grund eurer Einladung habe ich mich näher damit vertraut gemacht und habe mal auf eure Internetseite geschaut und mich informiert. Jetzt sitze ich hier und hoffe von euch noch Weiteres zu erfahren.“

Paul: „Was war ihre erste Reaktion, nachdem Sie sich über das Event erkundigt hatten?“

„Da auf eurer Internetseite auch das Konzept, das dahinter steckt, zu entnehmen ist, war meine Reaktion sehr positiv. Es geht hier nicht alleine darum Musik zu machen, sondern auch alles im Vorfeld in verschieden Arbeitsgruppen zu organisieren. Ich finde diese Idee gigantisch, weil aus meiner Sicht das Ganze ein Thema ist, was euch sehr interessiert und ihr die Lerninhalte praktisch en passant vermittelt bekommt. Euer Ziel ist es, ein Konzert aufzubauen, aber was ihr im Vorfeld in den einzelnen Stufen in Gruppen oder auch alleine erarbeitet, das macht ihr nicht, weil ihr für die Schule etwas lernen wollt. So lassen sich meiner Meinung nach etliche Lerninhalte leichter vermitteln.“

Robin: „Welche Art Musik hören Sie gerne und haben Sie eine Lieblingsband?“

„Am liebsten höre ich Musik der 60er und 70er Jahre, vor allem Schlager. Viele Jahre war ABBA meine Lieblingsband. Es gibt aber auch Phasen, da höre ich unheimlich gerne französische Chansons, aber auch englische Popmusik.“

Paul: „Wie finden Sie es, dass Jugendliche hier in der Schule ein Rockkonzert organisieren?“

Ich finde das klasse,dass keine Profis dahinter stehen, sondern reine Amateure. Zur Erläuterung: wenn ich das Wort „Amateure“ übersetze, heißt das soviel wie Liebhaber, d.h. Ihr werdet in die Lage versetzt etwas zu tun, was normalerweise im Großen nur Profis machen. Wenn ihr dann nachher das Ergebnis seht, könnt ihr richtig stolz sein, was ihr in eurem jungen Alter schon geleistet habt. Auch ein Kompliment an die Schule, prima!“

Robin: „Danke. Finden Sie dieses Event als Freizeitgestaltung für Jugendliche gut?“

Das ist genau der Grund, warum wir auch beispielsweise das „Besser als nix“- Festival so unterstützen, weil wir nämlich sagen, dass für Jugendliche mehr Angebote dargeboten werden müssen. Wichtig ist eine Abwechslung in den Freizeitangeboten innerhalb Geisenheims oder der Region, die zeigen, dass das Leben der Jugendlichen nicht nur aus Lernen, Nachmittagsunterricht und verkürzten Abitur besteht.“

Paul: „Wir haben ja gerade eben einen Rundgang über den Schulhof gemacht. Wie finden Sie die Location?“

Es handelt sich hier ja um einen Gebäudekomplex, der sich aus einzelnen Gebäudeteilen verschiedener Epochen zusammensetzt und dadurch einen eigenen Charme versprüht. Dadurch, dass euer Event nicht auf einer grünen Wiese stattfindet, sondern in dieser Umgebung, bietet es eine ganz eigene Atmosphäre. Letztlich kann ich mir aber erst eine Meinung bilden,wenn ich das Konzert am 13.August besucht habe.“

Robin: „Denken Sie, dass Jugendliche dort gut aufgehoben sind?“

„Der Überzeugung bin ich! Da habe ich beim Rundgang natürlich mit großen Ohren gelauscht, als Herr Bender das erläutert hat. In dem Moment, in dem für die Sicherheit gesorgt wird, sind auch Eltern eher bereit ihre Kinder da auch hingehen zu lassen.“

Paul: „Stellt Ihrer Meinung nach ein solches Konzert eine Bereicherung für die kulturelle Freizeitgestaltung in Geisenheim dar?“

„Kurz und knapp: ja, auf jeden Fall!“

Robin: „Glauben Sie, dass das Konzert ein Erfolg wird?“

„Das hoffe ich sehr, aber da sind auch noch andere Faktoren maßgeblich. Wie wird es verlaufen, wenn es an dem Tag schüttet? Wie wird es verlaufen, wenn es an dem Tag 35-38 Grad hat? Witterungseinflüsse sind bei Open Air Veranstaltungen immer eine wichtige Komponente. Ich denke aber, dass der Termin gut gewählt ist, weil die Jugendlichen sicher nach den Sommerferien die richtige Stimmung mitbringen. Von daher denke ich schon, dass es ein großer Erfolg werden kann!“

Paul: „Denken Sie, dass die Musiker auch ein Vorbild für die Jugendlichen sind?“

„Grundsätzlich ist es aus meiner Sicht so, dass Musiker genauso Vorbilder sein können wie z.B. Sportler, gerade für Kinder und Jugendliche, weil diese sich noch an jemanden orientieren und herausfinden möchten, wie sie einmal werden möchten. Vielleicht lassen sie sich auch von den Musikern inspirieren,selbst Musik zu machen. Als Musiker als auch als Sportler lernt man wichtige Dinge, z.B.sich in einer Gruppe zu integrieren.“

Robin: „Würden Sie das Konzert weiterempfehlen?“

„Ohne jeden Zweifel: Ja! Wenn es das kulturelle Angebot Geisenheims bereichert,kann uns doch nichts Besseres passieren. Ihr könnt in jedem Fall auf meine Unterstützung bauen.“

Robin: „Herr Kilian, wir danken Ihnen recht herzlich für das Gespräch!“
 




Geisenheim 
Wiesbadener Kurier vom 05.05.2011

Sogar Anfragen aus dem Ruhrgebiet 

Jugend Geisenheimer Schüler bereiten "Uschi rockt!" am 13. August vor


Von Thorsten Stötzer

INTERVIEW Siebtklässler der St. Ursula-Schule befragen Frank Kilian nach seiner Meinung zu „Uschi rockt“ / Festival steigt am 13. August

Frank Kilian muss erst einmal lachen. Wie ihm „die ganze Location“ gefalle, haben ihn gerade Robin Biala und Paul Roßkopf gefragt. Der Anglizismus ist für den Bürgermeister offenbar gewöhnungsbedürftig - besonders vor dem Hintergrund, dass vom Pausenhof der St. Ursula-Schule die Rede ist, der am Samstag, 13. August, Schauplatz des dritten Freiluftspektakels „Uschi rockt!“ sein wird.

Zuvor hat Kilian die „Location“ in Augenschein genommen gemeinsam mit dem Lehrer Volker Bender und den Siebtklässlern Robin Biala und Paul Roßkopf. Vor dem Bogen eines Kellereingangs wird im August die Bühne stehen. Ebenso hat die Gruppe darüber gesprochen, wo sich der Sicherheitsdienst postieren wird, wo es Essensstände und Absperrungen gibt und wo die Sanitäter bereitstehen sollen. 2010 kamen rund 450 Besucher.

Anschließend sitzt Kilian mit den Schülern zum Interview zusammen. Die Idee dazu hatte Paul Roßkopf und im 20-köpfigen Schüler-Organisationsteam fand das Konzept Anklang, weil es einen anderen Ansatz darstelle und die Sicht eines Außenstehenden mit einfließe, sagt Bender. Ihre Fragen haben die Jungs aus der 7d handschriftlich auf großen karierten Blättern notiert.

Bei vielen Aspekten rund um „Uschi rockt!“ herrscht rasch Übereinstimmung. Kilian findet die „Idee gigantisch“ und lobt die Schüler, die ihn in ihrer Freizeit interviewen. „Klasse, dass keine Profis dahinter stehen, sondern Amateure“, erklärt der Bürgermeister und macht „auch ein Kompliment an die Schule“. Schließlich opfern die Freiwilligen in Sachen Event-Management viel Freizeit.

Zögerlicher wird Kilian bei der Frage, ob die Musiker Vorbilder sein könnten. Schließlich kennt er die Auftretenden nicht, selbst in der Schule ist das Programm noch nicht fixiert, denn die Bewerbungsfrist läuft noch. „Wir werden Leuten absagen müssen“, kündigt Bender an, weil es zahlreiche Anfragen gebe. Sogar aus Aachen und dem Ruhrgebiet wollten junge Bands - ohne Gage - dabei sein.

Die Stadt wolle „Uschi rockt!“ genauso beratend unterstützen wie das Festival „Besser als nix!“ am Samstag, 28. Mai, und Sonntag, 29. Mai, auf den Geisenheimer Rheinwiesen, versichert Kilian. Daher spricht er mit den Verantwortlichen der St. Ursula-Schule sogleich darüber, wo sie Flyer auslegen können. Beide Veranstaltungen bewertet er nicht als Konkurrenz zueinander, sondern als Bereicherung.

„Uschi rockt!“ soll bei seiner dritten Auflage wieder einen breiten Musik-Querschnitt bieten mit Akteuren von innerhalb und außerhalb der Schule. Frank Kilian will das Konzert miterleben, doch seinen Geschmack dürfte es nur teilweise treffen. Außer für Abba, französische Chansons und englischen Pop „schwärme ich für deutsche Schlager der 60er- und 70er-Jahre“, gesteht er.



Wiesbadener Kurier vom 12.06.2010

„Uschi rockt“ ganz ohne Alkohol
12.06.2010 - GEISENHEIM
Von Claudia Kroll-Kubin
OPEN air Sechs Bands spielen am 25. Juni im St. Ursula Schulhof / Prävention von Schülern für Schüler
Dass die Organisation eines Rock-Events kein Pappenstiel ist und es reichlich Koordination bedarf, können die Schüler der St. Ursula Schule nur unterstreichen. Am 25. Juni von 18 bis 24 Uhr veranstalten Schüler der 9. bis 13. Klasse zum zweiten Mal das Open-Air-Konzert „Uschi rockt !“ auf dem Schulhof. Ziel ist, lokalen Bands eine Bühne zu geben und ohne Alkohol zu feiern. Ein Präventions-Projekt von Schülern für Schüler, das Schule machen soll.
Viele freiwillige Helfer
„Nach dem Erfolg vom letzten Jahr haben sich diesmal viele Schüler freiwillig fürs Mitmachen gemeldet“, berichtet Elftklässlerin Anna. Es sei allerdings nicht ganz so einfach, bemerkt sie, Mitstreiter zu finden, die auch Verantwortung übernehmen wollen. Letztlich schlossen sich aber rund 20 Aktive und eine Kerngruppe, das „Orgateam“, um den Hauptorganisator und Musiklehrer Volker Bender zusammen.
Laut Konzept ist dieses Team für die Gesamtorganisation zuständig. So bereitet es etwa die Vollversammlungen vor, bei denen alle Mitstreiter konzeptionelle Fragen klären und Beschlüsse fassen. Darüber hinaus ist das Team Ansprechpartner für Schulleitung, Polizei oder Ordnungsamt.
Zudem gibt es vier Ausschüsse (Aufbau und Technik, Sicherheit, Gastronomie, Marketing). Sie halten das Orgateam über Fortschritte und Probleme auf dem laufenden. „Es geht darum, einmal genauer hinter die Kulissen eines Jugend-Events zu schauen“, so Hauptorganisator Volker Bender. Er lobt das große Engagement seiner Schützlinge, die seit Herbst letzten Jahres mit Freude organisieren und Lust am nachhaltigen Lernen haben.
„Es ist zwar viel Arbeit, aber jeder von uns nimmt hier etwas fürs Leben mit“, ist Orgateam-Mitglied Niklas überzeugt Er erwähnt Ortstermine bei Polizei, Ordnungsamt und Sanitätern, wo über mögliche Sicherheitslücken, wie Fluchtwege, Absperrungen oder das Umsetzen von Taschenkontrollen informiert wurde, damit kein Alkohol auf das Gelände kommt.
Die Akquise von sechs Bands und Sponsoren war ein neues Feld. Wie gehe ich auf Sponsoren zu? Was ist bei der Finanzierung zu beachten? Mit diesen Fragen setzten sich die Gymnasiasten auseinander. „Wir haben ein Merchandising organisiert“, sagt Anna und berichtet von den bedruckten T-Shirts, die beim Konzert verkauft werden. „Schon jetzt gibt es viele Vorbestellungen“, freut sich Niklas, der im Ausschuss Werbung und Marketing ist. In diesem Jahr verspricht man sich mehr Umsatz aus dem Gastronomiebereich mit leckeren Hotdogs und Pommes und „nicht nur belegte Brötchen“, schmunzeln Niklas und Anna.
„Letztendlich geht es um viel Spaß“, betonen die Schüler. „Wir haben bei den sechs Bands, die wir hier fördern, auf eine gute Mischung geachtet, so dass auch die jüngeren Schüler auf ihre Kosten kommen“, erklärt Niklas und freut sich, dass diesmal die Bühne überdacht ist. Es spielen die „Bender Crew“, „Snakes and Lions“, „Rising Anger“, „Teachers Jam“, „Burn Your Elegy“ Marlon Bläs und ein „Special Guest“. Natürlich gibt es auch für mögliches schlechtes Wetter einen Plan B - die Aula. Volker Bender: „Damit es aber nicht so weit kommt, halten wir uns an unsere katholischen Schwestern - mit Gottvertrauen.“



Rheingau Echo vom 10.06.2010

"Uschi rockt" zum zweiten Mal

Vom Klassenprojekt zur Arbeitsgemeinschaft



"Learning by doing" heißt es für das Organisationsteam: Aus einem Klassenprojekt wurde eine Arbeitsgemeinschaft.

Geisenheim. (jdz) – Am 25. Juni findet auf dem Schulgelände der St. Ursula-Schule in Geisenheim zum zweiten Mal das Konzert "Uschi rockt" statt.

Aufgrund des großen Erfolges des letzten Konzerts wurde beschlossen, Uschi rockt von nun an als feste Größe im Rheingauer Eventkalender zu etablieren. Hierzu wurde das Klassenprojekt in eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft umgewandelt, in der dieses Jahr 22 begeisterte und motivierte Schülerinnen und Schüler sich um ein großartiges Konzert bemühen. Koordiniert wird die Planung hauptsächlich von Anna Pnischek und Niklas Rott, die auch schon beim letzten Mal einen großen Teil der Arbeit übernommen hatten, außerdem von Alexander Seibt, Johannes Rezun und den beiden Lehrern Volker Bender und Oliver Wolf.

Die Schülerinnen und Schüler bringen in dieser Arbeit der Konzertplanung in hohem Maße ihre eigenen Ideen ein, außerdem zeigen sie viel Engagement und Eigeninitiative und setzen sich für ihre Vorstellungen von Uschi rockt ein. Die Schüler machen bei diesem Projekt wichtige Erfahrungen fürs Leben, etwa sich selbst zu organisieren oder unerwartete Probleme effektiv zu lösen. Überhaupt bekommen sie auf diese Weise erst einen Blick für die aufwendige Planung solcher Events, die man sonst immer nur als Besucher kennt.

Das Team wurde wieder in die einzelnen Gruppen Werbung, Gastronomie und Auf- und Abbau/Sicherheit aufgeteilt.

In erster Linie ist das Ziel von Uschi rockt, selbstverständlich neben der guten Unterhaltung des Publikums, die Förderung junger und noch wenig bekannter Bands aus dem Rheingau. Schon letztes Jahr hatte manche Band bei Uschi rockt ihren ersten Auftritt gefeiert und es soll die Leitlinie dieses und der kommenden Konzerte sein, weiterhin junge Musiker auf ihrem Weg zu unterstützen und ihnen eine Bühne zu bieten.

Aber auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Bands auftreten, die im ganzen Rheingau bekannt sind und sich einer großen Beliebtheit bei den Jugendlichen erfreuen. Es werden wieder verschiedene Musikrichtungen vertreten sein.

Anders als im letzten Jahr wird das Konzert dieses Jahr nicht in der Aula, sondern im Innenhof der St. Ursula-Schule stattfinden, was eine noch bessere Stimmung und Platz für noch mehr Fans und Musikbegeisterte garantieren soll. Überhaupt soll "Uschi rockt" dieses Jahr noch größer und besser werden, zum Beispiel durch längere Dauer (bis Mitternacht) und eine größere Auswahl an Snacks und Getränken.

Auftreten werden in diesem Jahr die BenderCrew, die durch den zweiten Platz beim YouFM-Bandwettbewerb bis weit über die Grenzen des Rheingaus hinaus bekannt geworden ist. Außerdem spielen Snakes & Lions, Rising Anger, Chris and Taylor und, wie bereits im letzten Jahr Burn your Elegy. Zudem tritt Marlon Bläs als Solosänger und Gitarrist auf und auch eine Lehrerband wird wieder die Schüler begeistern. Welche Lehrer in der Band spielen werden, ist jedoch geheim.



 

 

Auswahl der Bands stimmt

28.06.2010 01:00 Uhr - GEISENHEIM  Wiesbadener Kurier

„USCHI rockt“ Andrang bei Konzertereignis in St. Ursula-Schule

(pü) Rock zieht immer und wenn „Uschi rockt“, zieht gleich die gesamte St. Ursula-Schule mit. Nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr soll das Konzert- Event zum festen Bestandteil im Schulkalender werden. Ein guter Grund, das Projekt zur Chefsache zu erklären. Natürlich sind die Chefs eines Konzertes unbestritten das Publikum. Also haben die Schüler selbst die Planung in die Hand genommen und überzeugten mit der Auswahl von sechs lokalen Bands.

Leicht haben es sich die Schüler nun wirklich nicht gemacht: Ein vierköpfiges Orgateam und 20 aktive Helfer haben acht Monate lang geplant, verworfen, recherchiert und wichtige Entscheidungen getroffen. Herausgekommen ist ein Konzert, bei dem sich alle Schülergruppen wohlfühlen konnten.

Hausgemachter Rock statt Coverbands, Hot Dogs statt Schnittchen und T-Shirts statt gediegener Programmhefte und vor allem - kein Tröpfchen Alkohol. Die wichtigste Entscheidung in den Augen von Schülern und Lehrern. Das zeigte schon die sorgfältige Taschenkontrolle am Einlass.

„Diese und 100 andere kleine Entscheidungen mussten besprochen werden, damit wir jetzt hier stehen können“, sagt Volker Bender und blickt zufrieden auf das Treiben vor und auf der Bühne. Der Musiklehrer ist selbst konzerterfahrener Musiker und stand den Schülern zusammen mit dem Geschichtslehrer Oliver Wolf beratend zur Seite.

Aber nicht nur die Rahmenbedingungen, sondern vor allem die Bands bestimmen den Konzertabend. Die Schüler hatten schon früh einige ihrer Favoriten ins Spiel gebracht. Um die restlichen Plätze konnten sich junge Bands bewerben. Der Ansturm war groß und die Lehrer verließen sich bei der Zusammenstellung ganz auf den Geschmack der Schüler.

Das Kollegium ließ sich einen eigenen musikalischen Beitrag aber nicht nehmen. Klassiker wie „Rock´n Roll High School“ gehören bei einem Schulevent schließlich dazu. Die „Bender Crew“ hat sich dem Blues verschrieben. Rund um den Musiklehrer und seine Trompete haben sich Schüler formiert, die den Stil der „Blues Brothers“ in eine neue Generation tragen. Mit Erfolg.

„Es ist schon erstaunlich, für wie viele Musikrichtungen sich die Jugendlichen begeistern können“, so Volker Bender. Dazu gehört eindeutig auch der Singer/Songwriter-Stil von Marlon Bläs und „Chris and Taylor“, denen das Publikum ausgiebig zugejubelt hat.

Die richtig harten Töne waren den späten Abendstunden mit „Burn your Elegy“ und „Rising Anger“ vorbehalten. Die Bands hatten Erfahrung und keine Scheu, diese auch gnadenlos einzusetzen. Es brauchte jeweils nur ein gut gesetztes Intro und das Publikum war vom Bühnenrand nicht mehr wegzukriegen. Eine eigene kleine Fangemeinde haben die beiden Metalbands schon, „Snakes and Lions“ müssen daran noch arbeiten. Die Band hat sich extra für „Uschi rockt“ zusammen gefunden und ihren ersten Auftritt überhaupt souverän gemeistert.




 

Uschi rockt!“ - 2010

Am 25. Juni 2010 fand zum zweiten Mal das Konzert „Uschi rockt!“ auf dem Gelände der St. Ursula-Schule statt.

Weil das erste „Uschi rockt!“-Konzert im letzten Jahr ein so großer Erfolg gewesen war, hatten die Hauptverantwortlichen beschlossen, auch in diesem Jahr wieder dieses Konzert zu organisieren und von nun an als festes Event am Ende eines jeden Schuljahres zu eta­blieren.

Das im Schuljahr 2008/2009 als Klassenprojekt entstandene Konzert wurde diesmal von einer Gruppe von 22 freiwilligen Schülern und den Lehrern Volker Bender und Oliver Wolf in einer Art AG organisiert. Für eine möglichst effektive Planung und Organisation wur­den neben der Vollversammlung drei Ausschüsse eingerichtet, die unterschiedliche Aufga­ben hatten: Gastronomie, Werbung/Marketing und Aufbau/Technik/Sicherheit. Die ein­zelnen Ausschüsse berichteten dem Organisationsteam und in der Vollversammlung vom Verlauf ihrer Arbeit. Die Vollversammlung war das wichtigste Entscheidungsgremium der Projektgruppe. Hier wurde über wichtige Beschlüsse abgestimmt, beispielsweise über die Auswahl der angebotenen Snacks und Getränke oder über die Bands. Hierbei wurde dar­auf geachtet, vor allem junge Bands auszuwählen, jedoch durften auch auf keinen Fall die Lehrerband und die „BenderCrew“ fehlen, die durch den YouFM-Bandcontest, bei dem sie nur knapp den 1. Platz verfehlte, in ganz Hessen bekannt geworden ist.

Schon am Vortag des Konzerts wurde damit angefangen, die Bühne aufzubauen, um auch rechtzeitig fertig zu werden. Schon im letzten Jahr war es geplant gewesen, die Bühne zwischen Aula und Neubau im Innenhof der Schule aufzubauen, das Konzert hatte jedoch aufgrund des Wetters in der Aula stattgefunden. Diesmal wurde für schlechtes Wetter vorgesorgt und gleich ein professionelles Bühnendach mit Lautsprechern und Lampen organisiert. Am Freitag, dem Tag des Konzerts, wurden nach Schulende unter anderem das Gelände mit Bauzäunen abgesperrt, die Bierzeltgarnituren aufgestellt und die letzten Vorbereitungen für den Abend getroffen.

Um 17.45 Uhr war dann Einlass. Anscheinend hatte es sich herumgesprochen, dass keine eigenen Getränke mit auf das Gelände genommen werden durften, denn in den durchsuch­ten Taschen fanden sich bedeutend weniger Dosen und Flaschen als noch im letzten Jahr. Dankenswerterweise zeigten sich alle Taschen- und Rucksackträger wieder verständnisvoll und entgegenkommend. Überhaupt verlief der ganze Abend sehr ruhig und ohne größere Probleme, was sicherlich auch daran lag, dass auf dem Schulgelände selbst kein Alkohol ausgeschenkt wurde. Sehr dankbar sind wir auch den Lehrern, die sich bereit erklärten, wieder als Security aufzutreten, und Herrn Denk, dem Jugendkoordinator der Polizei, der in Zivil anwesend war.

Zum Auftakt des Konzerts spielte die BenderCrew, die wieder gute Musik bot, unter an­derem mit dem Song, den sie schon beim YouFM-Bandcontest gespielt hatte: „Everybody Needs Somebody“.

Und auch die Lehrerband, diesmal bestehend aus Herrn Dormann, Herrn Wolf, Herrn Determann, Herrn Bachmann, Herrn Bender, Herrn Wessel und Herrn Fahrig bekam viel Applaus. Besonders Herr Wessel begeisterte mit seinem wirklich guten Gesang.

Aber auch die anderen Bands, Snakes & Lions, Rising Anger, Chris and Taylor, Burn your Elegy und der Solosänger Marlon Bläs, begeisterten die zahlreichen Musikfans mit ver­schiedenen Stilrichtungen bis um Mitternacht, als das Konzert mit Rising Anger zu Ende ging. Über 450 Zuschauer waren gekommen, beinahe doppelt so viele wie im Vorjahr, und wurden nicht enttäuscht, weder von der Musik noch von der Beköstigung (z.B. Pommes Frites und Hotdogs).

Zum wiederholten Male war „Uschi rockt!“ ein großer Erfolg und hat allen Beteiligten eine Menge Spaß gemacht, auch wenn es ab und zu kleinere Probleme gegeben hatte, die aber bei so etwas einfach dazugehören. Für nächstes Jahr ist es geplant, „Uschi rockt!“ wieder in einem ähnlichen großen Rahmen aufzuziehen, worüber sich zahlreiche Musikbegeisterte jetzt schon mal freuen dürfen. Auf noch mehr Publikum würde natürlich niemand verzich­ten wollen und freiwillige Helfer sind immer gerne erwünscht.

Jan D. Zimmermann



Interview aus der (s)Uschi - Schülerzeitung der St. Ursula Schule

 (s)Uschi rockt

sUschi:

Anna, in wenigen Tagen startet „Uschi rockt“ – bereits zum zweiten Mal. Was ist dieses Mal anders, was ist neu?

Anna: Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich vieles verändert – alles ist größer und professioneller geworden. Im letzten Jahr wurde „Uschi rockt“ von der damaligen 10b ins Leben gerufen und organisiert. Wir haben diesen Kreis nun erweitert. Insgesamt sind wir nun eine Gruppe von 24 Schülern der Jahrgangsstufen 9-12 und 2 Lehrern, die sich regelmäßig im Rahmen von Vollversammlungen trifft und sogar eine Satzung erarbeitet hat. In der Gruppe haben sich kleinere Organisationsteams für die Gastronomie, die Werbung und PR und für die Sicherheit gebildet. Die Leitung und Koordination übernimmt das „Kernteam“, also Niklas Rott, Johannes Rezun, Alexander Seibt, Herr Bender, Herr Wolf und ich.

sUschi

Was ist das Ziel von „Uschi rockt“?

Anna :

Wir möchten jungen Bands eine Möglichkeit für einen Auftritt geben. Deshalb haben wir einen Aufruf gestartet: Bands bewerbt euch! Die Resonanz war sehr groß. Selbst Bands aus Wiesbaden und sogar aus dem Westerwald haben sich bei uns gemeldet und zwei Bands, deren Mitglieder nicht mehr ganz so jung waren. Die haben wir aber abgelehnt, weil sie unseren Erwartungen nicht entsprochen haben.

sUschi

Welche Erwartungen habt ihr denn?

Anna:

Wir möchten in erster Linie junge Bands auftreten lassen, weil uns die Jugendförderung sehr wichtig ist. Bei der Auswahl der Bands, die bei „Uschi rockt“ spielen dürfen, achten wir außerdem auf eine richtige Mischung der Musikrichtungen und auf die Erwartungen, den Geschmack und die Altersspanne des Publikums. Für jeden sollte etwas dabei sein. Natürlich sollte bei den Bands auch ein Bezug zu unserer Schule erkennbar sein.

sUschi

Woher wisst ihr, ob und inwiefern ihr den Geschmack des Publikums trefft?

Anna:

Da ist vor allem das Team Werbung und PR gefragt. Natürlich fragen wir bei den Besuchern des Konzerts persönlich nach, ob und wie ihnen der Abend gefällt. Hilfreich sind auch die Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und Ideen vor allem der Neuzugänge in unseren Teams. Und natürlich lernen wir ständig dazu. Wir machen eigene, persönliche Erfahrungen, sehen, was noch nicht so gut läuft und merken, was verbessert werden kann.

sUschi

Ein Ziel von „Uschi rockt“ soll die Jugendförderung sein. Kann „Uschi rockt“ das tatsächlich leisten?

Anna:

Die Presse ist da, der Wiesbadener Kurier und das Rheingau Echo, die über die Bands berichtet…

sUschi

Müsste aber nicht auch jemand aus der Musikbranche vertreten sein, z.B. ein Produzent oder ein Vertreter eines Labels, der junge Talente an diesem Abend erkennen und dann tatsächlich fördern kann?

Anna

Das ist nicht unser Anspruch. Es geht nicht darum, die Karriere der Bands zu fördern, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Musik zu präsentieren. Vor allem aber geht es um Spaß. Am „Uschi rockt“-Abend werden aber auch Filmaufnahmen gemacht, die jede Band bekommt und diese Aufzeichnungen können sie dann ja bei Musikproduktionen einsenden.

sUschi

Du selbst bist jetzt schon zum zweiten Mal bei der Organisation von „Uschi rockt“ dabei – mit sehr großem Engagement. Was treibt dich an?

Anna

Zunächst einmal lernt man viel über Menschen. Man muss mit anderen zusammenarbeiten, organisieren, Sponsoren ansprechen. Dabei lernt man, andere Menschen besser einzuschätzen und das ist für das weitere Leben sehr wichtig. Die Erfahrungen, die ich hier machen kann, möchte ich nicht missen. Wir dürfen das alles hier eigenständig machen, wodurch deutlich wird, dass uns ein großes Vertrauen entgegen gebracht wird. Vor allem aber macht es riesigen Spaß. Wir haben positive Rückmeldungen von Lehrern und Eltern bekommen und es ist einfach toll, mit Mitschülern und Lehrern außerhalb des Unterrichts gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen.

Uscshi

Das hört sich ganz so an, als würdest Du auch bei „Uschi rockt“ 2011 wieder mitmachen?

Anna:

Die Zukunft ist ungewiss. Viele von uns machen bald ihr Abitur. Deshalb suchen wir Leute, die „Uschi rockt“ auch in den nächsten Jahren weiterführen werden. Und wir müssen sehen, wie „Uschi rockt“ dieses Jahr ankommt. Mal sehen, was dann im nächsten Jahr ist.

sUschi

Wir danken für das Gespräch.


 

Nach dem Konzert hatte sUschi die Gelegenheit mit Volker Bender zu sprechen

sUschi:

Das „Uschi rockt“-Konzert liegt hinter uns. Wie ist der Abend rückblickend gelaufen?

Hr. Bender:

Sehr zufrieden stellend. Es ist alles gut und glatt abgelaufen, dank einer guten Organisation und der Hilfe von Anna Pnischecks Eltern und vielen Lehrern. Gut war auch die Reihenfolge, in der die Bands gespielt haben. Zwar gab es aufgrund von Terminproblemen kleinere Änderungen in der Programmplanung, aber alles war gut auf das Publikum, insbesondere auf das Alter der Besucher abgestimmt.

sUschi

Wie viele Besucher sind schätzungsweise dieses Mal gekommen?

Hr. Bender

430 Menschen haben in diesem Jahr das Konzert besucht. Das jüngere Publikum kommt zuerst, die Älteren kommen dann später dazu. Hinzu kommen dann natürlich noch die Bands selbst und diejenigen, die das Konzert mitorganisiert haben. Die Mitglieder des Organisationsteams haben dieses Jahr – zur Abrundung - auch in der Schule übernachtet.

In diesem Jahr haben wir uns auch einen professionellen Soundtechniker gegönnt, dessen Einsatz sich wirklich bewährt hat. Dadurch konnten wir beispielsweise auch auf eine bessere Einhaltung der Lautstärkebestimmungen achten.

sUschi

Ergibt sich bei „Uschi rockt“ 2011 eine nächste Gelegenheit dafür?

Hr. Bender

Eine Fortsetzung von Uschi rockt ist auf jeden Fall geplant. Das alles zu toppen, ist allerdings schwer, aber wir wollen den jetzigen Stand zumindest halten.

sUschi

Wie finanziert ihr euch – abgesehen von den Eintrittsgeldern?

Hr. Bender

Wir werden von verschiedenen Sponsoren unterstützt, wie etwa die Naspa, der Verein der Freunde, aber auch von Privatpersonen, z.B. den Eltern.

sUschi

In diesem Jahr konnte man auf dem Konzert ja nicht nur essen und trinken, sondern auch „Erinnerungsstücke“ erwerben.

Hr. Bender

Ja. Im letzten Jahr hat nur das Organisationsteam, also die ehemalige 10b, „Uschi rockt“ –TShirts getragen und viele fragten uns, woher man so ein Shirt bekommen kann. Deshalb wollten wir dieses Mal allen die Möglichkeit geben, ein „Uschi rockt“- TShirt zu erwerben. Mona Kiss hat das Logo dazu entworfen.

sUschi

Wie will das Team das Nachwuchsproblem lösen?

Hr. Bender

Wir wollen gezielt Schülerinnen und Schüler in der nächsten Zeit ansprechen.

sUschi

An wen kann man sich wenden, wenn man mitmachen möchte?

Hr. Bender

Weitere Info´s gibt es unter: www.uschi-rockt.de  Ansprechpartner sind alle Mitglieder des Organisationsteams und bei Fragen, Anmerkungen und Anregungen kann man sich an folgende Email-Adresse wenden: uschirockt@aol.de

sUschi

Wir danken für das Gespräch.